Schülerfirma Namaste Nepal S-GmbH Geschwister-Scholl-Gymnasium
Geschwister-Scholl-Straße 1, 09599 Freiberg
Kaffeeanbau

Let’s Talk about Coffee - Kaffee in Nepal!


Kaffeekirschen des nepalesischen Kaffees

 

Der Kaffeeanbau in Nepal steckt noch in den Kinderschuhe, war es doch hauptsächlich Tee, der am Fuße des Himalayas in der Höhe von 800 – 1800 Höhenmetern angebaut wurde. Vor etwa 15 Jahren hat der Kaffeeanbau in Nepal Einzug gehalten und die Nachfrage nach dem raren Hochlandkaffee aus dem Lande Buddhas steigt rasant. Ursprünglich sollte der Anbau der Kaffeepflanze der zunehmenden Bodenerosion entgegenwirken. Da die landwirtschaftliche Anbaufläche begrenzt ist und ein Großteil dieser für den Eigenbedarf gebraucht wird, bietet die Pflanzung der kleinen Kaffeebäume einer der wenigen Möglichkeiten Einnahmen für die Kleinbauern zu schaffen. Nicht nur diese werden durch den Kaffeeanbau unterstützt. Auch ihre Dörfer profitieren – die allgemeine sozialen Standards, wie Schulbildung oder die Gesundheitsversorgung können, ein hohes Niveau erreichen.

Grundsätzlich ist festzustellen - eine Verbesserung der Produktivität ist dringend notwendig. Das kann auf zwei Wegen erreicht werden:

- Technisches Know-How für die Kaffeeproduzenten:

Auf einem Kaffeebaum wachsen von minimal 5 kg bis zu maximal 9 kg rote Kaffeekirschen. Die Menge hängt schlussendlich vom richtigen Schneiden, Düngen und Bewässern ab. Der Großteil der Kaffee-produzenten bewirtschaftet nicht mehr als 5 – 20 Kaffeebäume. Es gibt nur wenige Bauern, die mehr als 500 Kaffeebäume ihr Eigen nennen. Viele wissen nicht, dass die Einnahmen bei geringem Aufwand erheblich höher sein könnten.

 

Bild: Ein Bauer kontrolliert einen seiner Kaffeebaumsetzlinge.

- Die Einführung von Kaffeeplantagen (Coffee Estates)...

...in Nepal ist anders und nicht mit den typischen Kaffeländern zu vergleichen. Es gibt keine Plantagen, sondern Kleinbauern mit einigen wenigen Kaffeebäumen. In Sammel- und Weiterverarbeitungszentren werden die roten Kaffeekirschen gewogen und weiterverarbeitet, ein Prozess, der bis zu drei Wochen dauert. In dieser Zeit werden die Kaffeekirschen geschält, 48h fermentiert und auf eine Feuchtigkeit von 12% heruntergetrocknet.

Bild: Nach dem Trocknen müssen nur noch Pergamenthäutchen und Reste vom Fruchtfleisch von der Bohne entfernt werden, womit sie dann fertig zum Rösten ist.

 

 

Mit der Einführung von Kaffeeplantagen kann sichere Arbeit und Einkommen geschaffen werden. Für eine Plantage werden mindestens 5 ha Land benötigt.

 

Was das alles mit unserem Projekt zu tun hat?

 Um unsere Projekte in Gati, Dandakateri und Mandra nachhaltig, sprich auch in Zukunft finanzieren zu können, muss die Dorfbevölkerung in die Lage versetzt werden, selbst Geld zu verdienen. Dies ist die Basis, um zukünftig den Kindergarten, die Schule oder auch die kleine medizinische Versorgung selbst zu finanzieren.
Hilfe zur Selbsthilfe bedeutet für uns, gemeinsam mit der Dorfbevölkerung nach Projekten zu suchen, mit denen Gelderwerb generiert werden kann. Mit einem Zuschuss bzw. mit Mikrokrediten wollen wir den Projektstart ermöglichen. In Gati haben wir 2 kleine Kaffeebäume gesehen – sie hingen voller Kaffeekirschen – die Idee war geboren. Die Kontaktaufnahme mit seriösen Kaffeehändlern in Nepal war unproblematisch. Herr Mike Brettscheider vom Cafe Momo in Freiberg war von der Idee begeistert und bot sich als Projektpartner an. Da wir bis dato über Kaffee, Kaffeeanbau, Kaffeehandel wenig wussten, war das Angebot von Mike Brettschneider einfach nur genial.

 

Das ist grob unser Projektplan:

 

- Von 2011 bis 2013 wollen wir grüne Kaffeebohnen aus Nepal importieren und uns einen kleinen Markt in Freiberg   schaffen...alles ohne Stress, aber mit viel Engagement

- In dieser Zeit wollen wir das Kaffeerösten im Cafe Momo lernen

- Im Herbst 2011 finden erste Workshops zum Kaffeeanbau in Gati statt

- Erste Setzlinge werden 2011 in Gati gezogen

- 2012 wird die Kaffeeplantage unterhalb von Gati angelegt

- 2014 erste Ernte unserer Kaffeekirschen

- 2015 Verkauf des ersten Gourmet-Kaffees aus Gati in Freiberg

 

Ein Nebeneffekt ist, dass die kleinen Kaffeebäumchen die Hänge unterhalb Gatis stabilisieren und wir somit der Erosion entgegenwirken.

 

Kaffee aus Gati wird mit 100-prozentiger Sicherheit FAIR-GEHANDELT!!!

 

Termine

03. Juni 2012
Nachhaltigkeitstag
in Freiberg auf dem Obermarkt
14:00 - 18:00 Uhr

ebenfalls am 03. Juni 2012
Umweltfestival in Berlin 

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