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„Wird derhalben die größte Kunst/Wissenschaft/Fleiß und Einrichtung hiesiger Lande darinnen beruhen / wie eine sothane Conservation und Anbau des Holtzes anzustellen / daß es eine continuierliche beständige und nachhaltende Nutzung gebe / weiln es eine unentberliche Sache ist / ohne welche das Land in seinem Esse (im Sinne von Wesen, Dasein) nicht bleiben mag.“ So formulierte Hans Carl von Carlowitz den Begriff der Nachhaltigkeit – und gilt damit als Begründer des Nachhaltigkeitsbegriffes. Als Oberberghauptmann lebte er ab 1711 in Freiberg, wo er seine wissenschaftliche Arbeit „Sylvicultura oeconomica“ verfasste, in der er sich mit nachhaltiger Entwicklung befasste. Doch wie ist der Begriff heute zu sehen? Das wichtigste Konzept für die Vermittlung eines Bewusstseins für eine nachhaltige Lebensweise nennt sich „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Das Ziel ist dabei, jedem Einzelnen klar zu machen, dass sein Handeln Auswirkungen für nachfolgende Generationen hat. Hat man diese Erkenntnis erlangt, so kann darauf reagiert werden, wie zum Beispiel die eigenen Verhaltensweisen zu ändern und etwas für zukünftige Generationen zu tun. Das Konzept beruht dabei auf den drei Grundpfeilern der Nachhaltigkeit Ökonomie, Ökologie und Soziales. Wir als Schülerfirma sind uns als Freiberger den Worten von Carlowitz bewusst und begründen unser Handeln ebenfalls auf diesen drei Säulen. Wir setzen Nachhaltigkeit in unseren Projekten um: ÖKONOMIE Wir betreiben in Gati Hilfe zur Selbsthilfe. So finanzieren wir beispielsweise die Ausbildungen zur Näherin, damit die Frauen im Dorf ein eigenes Einkommen erwirtschaften und sich und ihre Familie in Zukunft selbst versorgen können. Mit dem Betrieb der 3 Gewächshäuser erhalten die Familien eine sehr ertragreiche Ernte, von welcher aufkommender Überschuss in der Region verkauft werden kann.
ÖKOLOGIE Um dem Problem der Bodenerosion und des Holzmangels entgegen zu wirken, haben wir unser Aufforstungsprojekt ins Leben gerufen. Mit dem Aufforstungsprogramm gibt die Namaste Nepal S-GmbH den Bewohnern Gatis die Möglichkeit, einen nachhaltigen Umgang mit ihren Ressourcen zu erlernen und die Natur zu erhalten. Mit dem Pflanzgarten an der Schule wird dieses Bewusstsein schon den Kleinsten beigebracht.
SOZIALES Bildung ist in der Entwicklungshilfe ein wichtiger Weg aus der Armut – und damit ein Schritt in die Zukunft. Mit dem Ausbau der Schule können nun Kinder bis zur 10. Klasse unterrichtet werden und an den nationalen Examen teilnehmen. Im Rahmen unserer drei Augencamps konnte vielen, am Grauen Star erkrankten Nepalesen das Augenlicht wiedergegeben werden. Somit können sie wieder positiv in die Zukunft schauen und am Leben teilhaben.
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