Schulpartnerschaft überwindet Grenzen!


GEMEINSAM etwas BEWEGEN!





Schülerfirma Namaste Nepal S-GmbH

Geschwister-Scholl-Gymnasium Freiberg


Bildung für nachhaltige Entwicklung

 

„Wird derhalben die größte Kunst/Wissenschaft/Fleiß und Einrichtung hiesiger Lande darinnen beruhen / wie eine sothane Conservation und Anbau des Holtzes anzustellen / daß es eine continuierliche beständige und nachhaltende Nutzung gebe / weiln es eine unentberliche Sache ist / ohne welche das Land in seinem Esse (im Sinne von Wesen, Dasein) nicht bleiben mag."

 

So formulierte Hans Carl von Carlowitz im Jahr 1713 den Begriff der Nachhaltigkeit – und gilt damit als Begründer des Nachhaltigkeitsbegriffes. Als Oberberghauptmann lebte er ab 1711 in Freiberg, wo er seine Logo UN-Dekade Offizielles Projekt 2011 2012 rgb
wissenschaftliche Arbeit „Sylvicultura oeconomica" verfasste.

Die „Ehemaligen“, sprich die Gründer der Schülerfirma, haben es mit dem Begriff „Nachhaltigkeit“ ernst gemeint. Wir wollen kein kurzzeitiges Hilfsprojekt umsetzen, wir wollen nachhaltig helfen. Auch aus diesem Grund haben wir 5.000 Bäume in Gati gepflanzt. Es wurde über Jahrzehnte mehr Holz eingeschlagen, als nachwachsen konnte. Verstärkte Erosionen waren zusätzliche negative Begleiterscheinungen. Es musste sich etwas ändern.

„Bildung für nachhaltige Entwicklung" (BNE) ist der Gegenpol von Ressourcenverschwendung und unbegrenztem Wachstum und fördert das Bewusstsein für eine nachhaltige Lebensweise. Der Fokus liegt auf dem eigenen Handeln und den möglichen Auswirkungen für nachfolgende Generationen. BNE wird spürbar in unserem Handeln in Freiberg und in kleinen Schritten auch in unseren Projekten in Nepal.

Die gleichlangen Beine des Nachhaltigkeitstisches nennen sich Ökonomie, Ökologie und Soziales.

Wir als Schülerfirma sind uns als Freiberger den Worten von Carlowitz bewusst und begründen unser Handeln ebenfalls auf diesen drei Säulen. Wir legen großen Wert auf fair gehandelte Produkte und haben auch eine eigene Photovoltaikanlage auf dem Dach unserer Schule, deren Einspeisevergütung wir für die Finanzierung unseres Projektes nutzen. Wir setzen Nachhaltigkeit auch in unseren Projekten in Nepal um:

ÖKONOMIE

Seit vier Jahren beschäftigen wir uns in Gati mit Projekten, die der „Hilfe zur Selbsthilfe“ dienen. So finanzierten wir beispielsweise die Ausbildungen der Frauen zu Näherinnen. Somit haben die Frauen im Dorf die Möglichkeit auf die Erwirtschaftung eines eigenen Einkommens und können sich und ihre Familien in Zukunft selbst versorgen. Mit dem Tomatenanbau unter einem Foliezelt können die Familien 3x im Jahr ernten und erstmalig den Überschuss in der Region verkaufen. Auch das Kaffeeprojekt, bei dem eine Kaffeeplantage angelegt wird, soll eine sichere Erwerbsquelle für die Dorfbewohner werden. Die Schaffung von Erwerbsmöglichkeiten im eigenen Dorf wirkt gegen Abwanderung und schafft zusätzliche Kaufkraft. 

 ÖKOLOGIE

Um dem Problem der Bodenerosion und des Holzmangels entgegen zu wirken, haben wir unser Aufforstungsprojekt ins Leben gerufen. Die Setzlinge wurden im Schulgarten gezogen und das Projekt war Bestandteil des Unterrichts. Mit dem Pflanzgarten an der Schule wird dieses Bewusstsein schon den Kleinsten beigebracht. Im Schulgarten lernen die Schüler den Unterschied zwischen biologischem Anbau und dem Einsatz von Chemikalien. In der Praxis hat es anfangs nicht immer optimal funktioniert, vor allem da der chemische Dünger kostenlos von der Regierung bereitgestellt wird. Inzwischen wurden aber große Fortschritte gemacht. Bei unserem neuen Kaffeeprojekt legen wir besonderen Wert auf eine biologische Bewirtschaftung. Hierzu erhielten die zukünftigen Kaffeebauern auch erste Schulungen.

 SOZIALES

s26

Bildung ist eine wichtige Voraussetzung, um die Armut zu überwinden und eine reale Chance auf ein selbstbestimmtes Leben zu haben. Siebzehn Familien haben sich zu einer Kaffeekooperative zusammengeschlossen. Ein Teil des zukünftigen Gewinns soll für den Betrieb der Schule verwendet werden. In unserer Partnerschule ist heute der Schulbesuch bis zur 10. Klasse möglich. Somit besteht die Vorraussetzung am staatlich anerkannten, nationalen Examen teilzunehmen. 2011 wurde der neue Kindergarten eingeweiht. So können die Familien unbeschwerter ihrer täglichen Arbeit nachgehen.
Im Rahmen unserer drei Augencamps konnte vielen, am Grauen Star erblindeten Nepalesen das Augenlicht wiedergegeben werden. Somit können sie wieder positiv in die Zukunft schauen und am Leben teilhaben. Ein viertes Augencamp ist in Planung.


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