Schulpartnerschaft überwindet Grenzen!


GEMEINSAM etwas BEWEGEN!





Schülerfirma Namaste Nepal S-GmbH

Geschwister-Scholl-Gymnasium Freiberg


Nachbardörfer

 

Anfangs lag die Konzentration der Arbeit auf unsem Partnerdorf Gati. Beispielsweise auf den Ausbau der Schule, der Verbesserung der Lernsituation der Schüler oder dem Kindergarten. Es war uns aber auch klar, dass für die Zukunft eine Einbindung der Nachbardörfer notwendig wird. Mit dem Ausbau der Schule in Gati zu einer Secondary School wurde es zum Beispiel notwendig sich mit Vertretern aus den Schulkomitees der Grundschulen in Dandakateri, Mandra und Sotang in Verbindung zu setzen. 2014 wird die Unterstützung auf die Grundschule in Sakuwa ausgedehnt. Im Ergebnis wird für mehr SchülerInnen ein Zehnklassenschulabschluss ermöglicht und die Schulwege haben sich deutlich verkürzt.

Diese Projekterweiterung war nur durch die Unterstützung unserer Partnerschulen in Delft und Clausthal-Zellerfeld möglich.

 

Dandakateri liegt auf gleicher Höhe wie Gati und ist ca. 45 Gehminuten entfernt. Das alte Schulgebäude der „Shree Seti Devi Primary School“, welches die Kinder von der ersten bis zur fünften Klasse besuchen konnten, war kaum für den Schulbetrieb nutzbar. Seit 2007 erhalten wir Unterstützung aus Delft. Gemeinsam mit der Schülerfirma Namaste Nepal Grotius des „Hugo Grotius College“, wurde im Jahr 2009 der Schulneubau gestartet. Dieser konnte allein durch die finanziellen Mittel von Namaste Nepal Grotius 2010 fertig gestellt werden.

Unsere Freunde aus Delft sorgen mit eigenen Aktionen ständig dafür, dass sich die Bildungssituation in Dandakateri Schritt für Schritt verbessert.

 

Mandra liegt 700 Höhenmeter über Gati. Der Schulbesuch ist bis zur 7 Klasse möglich. Neben kleiner Unterstützung für die Schule konzentrierten wir uns seit 2011 auf die Einrichtung eines Kindergartens. Seitens der Dorfgemeinschaft wurde hierfür ein Raum in einem Wohnhaus zur Verfügung gestellt. Wir finanzierten das Gehalt einer Kindergärtnerin sowie die Mahlzeiten für die Kinder. Schon nach einem Jahr mussten wir feststellen – zu viele Kinder für die räumlichen Voraussetzungen. Dies ist natürlich auch ein Kompliment für die Arbeit der Kindergärtnerin. Der Neubau des Kindergartens wurde beschlossen und ein Dorfmitglied stellte für den Kindergartenneubau sein Land zur Verfügung.

Seit 2013 erhalten wir von der Bato AG aus Clausthal-Zellerfeld Unterstützung. Die „Harzer“ haben sich dem Kindergartenneubau angenommen und mit ihrem ersten Nepallauf auch die finanziellen Voraussetzungen geschaffen. 2014 ist nun Baustart.

 

Sotang nochmals 45 Gehminuten von Mandra entfernt und oberhalb Dandakateris liegend. Es ist irgendwie unser Problemdorf und es gilt Schritt für Schritt das Dorf für die Notwendigkeit von Bildung zu sensibilisieren. Das jetzige Schulgebäude der „Shree Balhit Primary School“ ist marode und baufällig. In Sotang ist der Unterricht nur bis zur dritten Klasse möglich. Wenige Kinder gehen dann weiter nach Mandra zur Schule. Wir finanzieren seit 2012 das Gehalt eines Lehrers sowie notwendiges Schulmaterial.

Seit 2013 gibt es Anzeichen der Verbesserung. Von der NGO „Save the Children“ wurde ein neues Schulgebäude gebaut. Uns verwunderte der Ziegelbau und das Wellblechdach. Das ist einfach ungewöhnlich für Nepal. Letztendlich werden sich die Lernbedingungen ab 2014 deutlich verbessern und das ist das was zählt.

 

Sakuwa liegt direkt am Arniko Highway unterhalb von Gati. Der Neubau der „Shree Depp Primary School“ wurde 2011 von einem amerikanischen Bürger finanziert. Die Schüler können jetzt die Schule von der ersten bis zur fünften Klasse besuchen. Danach haben sie die Möglichkeit, in der „Kali Devi Secondary School“ das Examen in der zehnten Klasse abzulegen. 2013 hatte das Schulkomitee erhebliche Probleme die Finanzierung der Lehrergehälter abzusichern. Wir unterstützen die Schule, indem wir seit 2014 einen Lehrer auf unsere Gehaltsliste nehmen.

 

Shermatang liegt nördlich von Kathmandu in der Helambu-Region. Die „Yangrima School“ einschließlich des Internates hat eine bewegte Geschichte. Früher war es eine Privatschule und unser Projektpartner Nima Lama baute hier mit britischer Unterstützung ein für Nepal beispielgebendes Schulmodel auf. 2001, während der Zeit des Bürgerkrieges, zerstörten die Maoisten die Schule. Die Begründung war, alle Schüler müssen gleiche Bildungschancen haben und da passt eine Privatschule nicht hinein.

Die Konsequenz der Schulzerstörung war – viele Familien wanderten ab, da sie für ihre Kinder ohne Schulausbildung keine Zukunft sahen. Nima wurde von den Maoisten verfolgt und musste fliehen.

Bis April 2009 blieb die Schule geschlossen und wurde dann mit Unterstützung von Nima und der „Yangrima Stiftung“, einen Zusammenschluss ehemaliger Schüler, wiedereröffnet. Ab 2011 konnten die SchülerInnen die Schule bis zur Klasse 8 besuchen. Ziel war es auch den Achtklässlern den Schulabschluss der 10. Klasse zu ermöglichen.

Da wir uns vor Ort vom Engagement der Stiftung überzeugen konnten, übernahmen wir ab 2012 die Finanzierung von zwei Lehrern und schafften somit die Voraussetzungen für einen Examenabschluss in Shermatang. Die „Yangrima School“ hat sich in den letzten Jahren super entwickelt. Besondere Anerkennung erhielt die Schule für die angebotene Bildungsqualität, aber auch für das musikalische und sportliche Engagement.